gedichtvergleich in der fremde und reiseresümee


V.17/18) zeigt ebenso die Verbundenheit mit der Natur auf. Ein Fluss, den es sieht, wird nicht als reißend und bedrohlich beschrieben, sondern als ‚spielerisch‘, der dem lyrischen Ich sogar „zu Füßen“ (V.17) liegt. Gedichtvergleich beispiel sturm und drang. Auf diesem Blog finden sich Affiliate-Links, Aus: Günter Kunert, Berlin beizeiten. Die Umgebung scheint vor allem durch Steine gekennzeichnet zu sein, das an die oben erwähnten Fassaden erinnert. Er kann die Fassaden, also die äußere Hülle der Häuser, die Heimat sein könnten, nicht durchdringen und sie besuchen. Das Gedicht von Brentano ist mit Interpretation hier zu finden: Vergleicht man die beiden Gedichte so fällt sofort auf, dass Brentanos Gedicht von vornherein positiv angelegt ist, sich von einem “treue[n] Himmelsbogen umgeben sieht, während bei Kunert das in doppelter Weise anders ist: Zum einen sind in seinem Gedicht in der Fremde “Tür und Tore” verschlossen, zum anderen wird der Reise sich auch “selber fremder”. Die Figur des Odysseus wird insbesondere in der Exilliteratur aufgegriffen, etwa in Johannes R. Bechers Sonett Odysseus (1938) und seinem Langgedicht Ithaka (1944). Im kompletten Text dominiert ein Kreuzreim. Insgesamt kann man an den beiden Gedichten deutlich die kulturgeschichtliche Veränderung sehen von der romantischen Eingebundenheit in große natürliche und übernatürliche Zusammenhänge hin zum Fremdwerden und zur Vereinsamung des Menschen in der Moderne. Allerdings geht das dann schon über die Analyse hinaus in den Bereich der Interpretation. Das sind aber dann keine Ergänzungen, die andere Leser auch einbringen müssen. Wenn man das Gedicht von Eichendorff ("Wünschelrute") kennt, kann man sich daran erinnert fühlen. Wie reagiert man am besten auf einen Vortrag? Die zweite Hälfte der ersten Strophe packt das dann in das Bild einer verschlossenen Tür, zu der einem der Schlüssel fehlt. Video: Expressionistisch-kritisch-gesehen, Lernvideo: Analyse und Interpretation als Alltagspänomene, Video: Expressionismus zwischen Eindruck und Ausdruck, Lernvideo "Sommerhaus, später" zwischen Kurzgeschichte, Drama und Novelle, Lernvideo "Warum Mephisto keine Chance hat", Das Kind als heimliche Hauptfigur in "Sommerhaus, später", Lernvideo zur Kommunikation in Kurzgeschichten. , prüfen wir unsere Verständnisideen immer am Text und belegen sie möglichst weitgehend.. Mit dem Begriff „Klagen“ ist sehr wahrscheinlich der Gesang der Nachtigall gemeint, der von manchen Personen als elegisch wahrgenommen wird. Auch wenn die Quantität und Qualität des Aufsatzes über das im Abitur Erwartbare zuweilen hinausreicht, kann man bei der Lektüre zwei Gesichtspunkte für die Abfassung eigener Aufsätze gewinnbringend nutzen: Ich danke Sonja an dieser Stelle ausdrücklich für die geduldige Überarbeitung und die Erlaubnis zur Publikation des Textes auf dem Blog von Herrn Blume. Ebenso wie der fremde Ort, wirkt nun auch der Himmel unbekannter. zu Gottfried Benn: Reisen, J.W. Rilke, "Der Panther" - kommentierende Interpretation, Kritik am Expressionismus - mit Kurz-Essay, Schopenhauer, Auszug aus "Schriftstellerei und Stil", Paulo Moura, "Der virtuelle Seitensprung", Unterrichtsreihe "Kurzgeschichten und Kommunikation", Sibylle Berg, "Vera sitzt auf dem Balkon", "Der Trafikant": Inhalt und wichtige Textstellen. Liebesgedichte der Epoche des Sturm und Drang, Romantik und Expressionismus im Vergleich, Klausur Gedichtvergleich Lotz Eichendorff Sehnsucht, Klausur: "Keine Angst vor Mehrsprachigkeit", Video zum Ende des Streits über den Sprachwandel, Vergleich von Gedichten des Expressionismus und der Romantik, Fontane, "Silvesternacht" - Beispiel für eine Schauerballade. Dem lyrischen Ich im ersten Gedicht wird die Erfüllung seines Wunsches nach Geborgenheit und Zufriedenheit in der Natur zuteil. So überblendet sie ihre vielfältigen Wahrnehmungen zunehmend mit empfindsamen Assoziationen, indem sie sich etwa einen imaginären Unterschlupf bei einer „lieb Frau Nachtigall“ (V.8) erträumt. Man kann das auch so verstehen, dass das lyrische Ich nicht glaubt, auch nur ansatzweise, nämlich im Sinne einer hinterlassenen Spur, hier präsent zu bleiben und damit Teil der Geschichte des Ortes zu werden. UNTERRICHT: Domänenspezifische Themengebiete für das materialgestützte Schreiben, Endlich Gedichte verstehen : Verständliche Tipps für Interpretationen und Analysen (Mittelstufe bis Oberstufe), Basissatz, Thema, Sprechsituation und Deutungshypothese. Außerdem wird die tiefgreifende Bedeutung, die dieser Transzendenzverweis für das lyrische Ich hat, anhand einer Hyperbel konkretisiert: Er „umgibt [es] überall“ (V.4), was von ihm als sehr beruhigend wahrgenommen wird. Das lyrische ich ist sich letztlich sicher, alles erjagen zu können und glücklich zu werden und dementsprechend auf der richtigen Seite des Lebens zu stehen. Die Ernüchterung und das rationale Denken im zweiten Gedicht sind allerdings auch epochentypisch, da es sich um ein modernes Gedicht handelt. Im Rudertakt hinauf, Und Berge Wolken angetan . Es empfindet sehr stark und fühlt sich, gleich an welchem Ort es sich aufhält, überall mit der Natur verbunden und in ihr beheimatet und geborgen, was die Anaphern und Synästhesien der dritten Strophe bekräftigen. ", Was versteht man unter Dialektik, These, Antithese, Synthese, Unterschied zwischen analysieren und interpretieren, Erörterung: "Nur moderne Lektüren lesen? "u Goethe "Schwager Kronos", Heine, "Verdrossnen Sinn..." als Reisegedicht, Kulturwissenschaft- Auswertung einer Einführung für die Schule, Eichendorff, "Die zwei Gesellen", Benn, "Reisen", Goethe, "Harzreise im Winter" - Auswertung einer wissenschaftlichen Interpretation, Vergleich: Goethe, "Seefahrt" "- Glückliche Fahrt", Nikolaus Lenau, "Maskenball" (Pilger-Auszug), Goethe, "Wanderlied" - Achtung: 2 Fassungen, Lernvideo: Analyse von Kurzgeschichten (Schaubild), Wie vergleicht man Kurzgeschichten? Diese Strophe wendet sich dann den Straßen zu, die ja normalerweise Verbindungen zwischen den Menschen herstellen. Zum einen sind es abweisende Fassaden, also äußerliche Gegebenheiten, die einen sich nicht zu Hause fühlen lassen. DISKUSSION: Samstagsarbeit von Lehrer*innen, oder: Ja, was denn sonst? Ganz anders verhält es sich in Kunerts Gedicht. Als Musterbild der Fürsorge phantasiert das lyrische Ich die Nachtigall als Mutterimago, welche „ihre Gäste“ (V.10) kindergleich umsorgt. Einen formalen Unterschied zwischen den beiden Gedichten markiert das Reimschema: Es handelt sich nicht um durchgehende Kreuzreime wie im ersten Gedicht, sondern um vereinzelte Reime (xaxa, xbxb) mit Verswaisen, wobei sich jeweils der zweite und vierte Vers einer Strophe reimen. Das Gedicht ist in fünf Strophen mit jeweils vier Versen unterteilt. Das lyrische Ich kehrt allerdings in keine reale Herberge, in ein Gebäude ein, sondern wird in der Natur, im Freien nächtigen. Die Dinge, die ihm in der Natur wichtig sind, sind auch dann noch vorhanden, wenn es eine gewisse Strecke zurücklegt und den Ort wechselt. Zweck ist, dass der Leser mit in die Thematik einbezogen werden soll. , wenn es etwas sagt. https://schnell-durchblicken3.de/index.php/uebersichten/alphabetische-uebersicht-ueber-die-infos-und-materialien, Fügen Sie Ihren individuellen HTML-Code hier ein, Gedicht-Vergleich Naturalismus Expressionismus, Sibylle Berg, "Und in Arizona geht die Sonne auf", Heißenbüttel, "Zimmer-Wohnung" Kurzgeschichte, Hanno Gelsenbeck, "Ronny und die Trauben", Edward Hopper, "Room in New York" - Kommunikation im Bild, Julio Cortázar, "Familienbande" (Kurzgeschichte), Marlene Röder, "Wie man ein Klavier loswird", Lankert, "Alles zu seiner Zeit" (Kurzgeschichte), Borchert, "Vielleicht hat sie ein rosa Hemd", Marlene Röder, "Scherben" weiterschreiben. Anmerkung: Der vorliegende Gedichtvergleich entstammt der Feder einer Kursstufenschülerin, die sich in einer Wochenaufgabe intensiv mit zwei Gedichten aus dem Motivkreis der ‚Reiselyrik‘ befasst hat. Jhdt. Die Metapher („bis sich Schlaf und Traum und Friede auf die müde Seele senkt“, V.11f.) Es melden sich „stumme Steine“ (V.13) zu Wort. Wie entsteht eigentlich Kunst oder auch Literatur? Diese Antithese prononciert die Varietät der Natur, die das lyrischen Ich auf seiner Wanderschaft in der Natur erfährt. Auch die Kadenzen sind abwechselnd männlich und weiblich. Klausurtraining Sachtext kurz zusammenfassen, "Marquise von O...", zentrale Textstellen. Interpretation epischer Texte, Unterschied: Komplett-Analyse und Aspekt-Analyse, Krüsand, "Technik - Rückschritt statt Fortschritt", Frisch, "Du sollst dir kein Bildnis machen", 1815-1871 Vom Wiener Kongress zur Reichseinigung, Kleist, "Die Marquise von O....", Materialien, Vorbereitung mündliche Prüfung Mehrsprachigkeit, Goethes "Faust" als negativer Prototyp des modernen Menschen. Kauf Bunter Der Sturm und Drang gilt als eine Epoche, bei der das Individuum und seine Gefühle in den Vordergrund gestellt werden.Dadurch widerspricht der Sturm und Drang der Aufklärung, die als zu verstand- und vernunftorientiert empfunden wurden. Auf formaler Ebene wird dieser Glaube an einer Stelle jedoch als fragwürdiger Versuch markiert: Der unreine Reim („Tal“ – „überall“, V.2/4) entlarvt die Hybris des Sprechers und kann als subtiler akustischer Hinweis gelesen werden, dass die romantische Selbstvermählung des lyrischen Ichs mit der Natur lediglich als poetische Utopie funktioniert. Video "Sommerhaus, später": ein "Versäumnis"? Und das ganze Gedicht ist ja nichts anderes als ein einziger Monolog. Die Alliteration („verschlossen Tür und Tor“, V.3) zeigt, dass ausnahmslos alles unzugänglich bleibt, wenn man sich an einem fremden Ort befindet. Dieser wird nämlich mit dem Adjektiv „treu“ personifiziert, um die Allgegenwart des „Himmelsbogen[s]“ (V.3) zu betonen. Goethe: Auf dem See, Clemens Brentano „In der Fremde“ und Günter Kunert „Reiseresümee“ (Gedichtvergleich) Doch Goethe sucht während der Aufenthalte in Süditalien mehr als bloß wissenschaftliche Einsichten in den lebendigen Organismus: Ihm ist die Reisetätigkeit stets auch Weg zur Selbsterkenntnis: „Für Naturen wie die meine“, so bekennt er gegenüber Schiller brieflich am 14. Das lyrische Subjekt befindet sich allem Anschein nach in einem Wald, denn es berichtet von „Eichen“ und „Buchen“ (V.5). Der Aufenthalt „[i]n der Fremde“ avanciert hierdurch zu einer sehnsuchtsvollen Suche nach Heimat und ursprünglicher Verbundenheit, da die Erfahrung der Natur von Bildern emotionaler Hingabe und dem Wunsch nach partnerschaftlicher Vereinigung überzeichnet wird. Das kann einem dann im Vorfeld an Gottfried Benns Gedicht "Reisen" erinnern und man ist dann gespannt, inwieweit Kunert, der ja auch zu den Dichtern der Moderne gehört, hier ähnliche oder auch andere Akzente setzt. Er wird einem immer fremd bleiben, nie wird man eine Form von Heimatgefühl entwickeln können. Man hat den Eindruck, dass das lyrische Ich die Fremdheit und den Identitätsverlust, den es spürt, durch sein Verhalten selbst produziert. Und diese Steine sind eigentlich stumm und reden doch. Gedicht: Clemens Brentano In der Fremde (1810), Gedichtvergleich: Clemens Brentano „In der Fremde“ und Günter Kunert „Reiseresümee“. In seiner Defence of poetry pries Percy Bysshe Shelley den Dichter in diesem Sinne als „eine Nachtigall, die in der Dunkelheit singt, um ihre eigene Einsamkeit durch süße Töne aufzuheitern“. Dies ist auch typisch für die Epoche. V.6). „Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet“, hält Johann Wolfgang von Goethe in seiner Italienischen Reise fest, als er das von Stürmen gepeitschte „herrliche[] Meer“ und die „Wellen in ihrer würdigsten Art und Gestalt studier[t]“. Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten. Auf diesem Blog findet ihr Anregungen für die digitale Arbeit, Impulse für eure Arbeit und Hilfe für den Start ins Lehrerleben. Die Naturbeschreibungen dienen dem Sprecher folglich als Medium einer Selbstverständigung über die eigenen Gefühle während der Reise. Lernvideo: Wie erkennt man Thema und Aussage einer Kurzgeschichte? Sein abschließendes Fazit kann als Resignation aufgefasst werden und ist genau genommen eine sehr frustrierende Einsicht. Er hängt also schließlich in einer Art Niemandsland. ‚Der Weg ist das Ziel‘, dieser berühmte Spruch passt zum lyrischen Ich im ersten Gedicht, welches sich in Harmonie mit der Natur befindet, jedoch überhaupt nicht zum zweiten Gedicht, in welchem das lyrische Ich sich ausgeschlossen und fremd fühlt in einer es abweisenden Umgebung, zu der es keinen Zugang findet. Folglich gibt es auch keine reale Wirtin der Herberge. Das von Brentano verfasste Gedicht beginnt mit dem Vers: „Weit bin ich einhergezogen“ (V.1), wodurch die Entfernung, die das lyrische Ich auf seinem Weg bereits zurückgelegt hat, unterstrichen wird. Herunterladen für 30 Punkte 58 KB . Diese Alliteration unter Verwendung zweier W-Laute zeigt, dass normalerweise eine Gefahr von einem Wasserfall ausgehen würde, jener beim lyrischen Ich jedoch eher Bewunderung auslöst und es solch ein Vertrauen hat, dass es sich sogar seine „Herberg“ (V.7) an jenem Ort sucht. Es kommt dem Sprecher fast schon so vor, als hätte sich alles gegen ihn verschworen, sogar auch die Straßen, die sich nicht verändern können. Das Enjambement (vgl. UNTERRICHT: Gedichtvergleich Brentano und Kunert, 1. ), also mit einer direkten Leseransprache. Gedichtvergleich: Abendlied an die Natur von Gottfried Keller und Aus den Landschaften von Björn Kuhligk Die Naturgedichte gehören in den Bereich der Lyrik, in der die Natur und ihre Erscheinungen sowie Erlebnisse, die auf ihr beruhen, thematisiert und zum Ausdruck gebracht werden. Damit bringt er zum Ausdruck, wie bezaubernd und erkenntnisreich sich die Vielfalt der Naturerscheinungen dem aufmerksamen Beobachter darbieten kann. Mit ihrem Gesang erfreut sie all ihre Zuhörer (vgl. V.9f.) Auch etymologisch leitet sich der Name der Vögel deshalb ja von den ‚Nachtsängern‘ [ahd. Auch sieht es einen „wilden Wasserfall“ (V.6). Dazu passt auch die formale Unvollkommenheit des Reimschemas. Kafka, "Auf der Galerie" mp3-Interpretation, Fabel: Feindschaft zwischen Hund und Katze, "Der Rat der Ratten" - Fabel von La Fontaine, Kommunikation in Kurzgeschichte analysieren, "Das Sklavenschiff" - Ballade wird Kurzgeschichte, "Die Physiker" - Vorbereitung Sachtextklausur, "Die Physiker": Kritischer erster Eindruck, "Die Physiker" - I. Akt - Szenenübersicht mit Schaubildern, Dürrenmatt, "Die Physiker" - Vorwort-Analyse, Indianerstamm mit Sprache ohne Nebensätze - Whorf, Fabel vom guten Menschen und seinem Unglück, Die Physiker: Anregungsfragen für die Lektüre, Die Physiker: Vorstellung der Szenen mit Schlüsselzitaten, "Die Physiker" Lernvideo: Inhalt mit Hilfe von Zitaten, Kurzgeschichte: Speed-Dating mit Gedichten, Zwei-Phasen-Modell der Besprechung von Klausuren, "Die Physiker": Beckmanns Kritik nach der Uraufführung, Vorstellung des Fabelbuches von Dimiter Inkiow, Äsops Fabel von der Gans, die goldene Eier legte, Schreibwerkstatt: Ein Gedicht zu drei Kühen, video-duerrenmatt-physiker-geschichtlicher-hintergrund, Ballade selbst schreiben - Tipps und Beispiele, Lessing, "Nathan der Weise" - Tipps und Materialien, Abschlussfehler in Lessings "Nathan der Weise", Nathan: Tipps für Klausuren, Tests und Prüfungen. Bei einer Reise zu einem noch unbekannten Ort, wird sich einem nie die Möglichkeit eröffnen, die Schönheit dieses Ortes und seine Geheimnisse zu verstehen. Clemens Brentano: In der Fremde - Günter Kunert: Reiseresümee Information: Operatoren 82 Drei Gliederungsmöglichkeiten für einen Gedichtvergleich 83 Methode: Den Basissatz formulieren 84 Checkliste - Gedichte vergleichen 84 A3 Antikes, klassisches und modernes Drama vergleichen _85 3.1.1 Schillers „Kabale und Liebe", Brechts „Der gute Das lyrische Ich spricht davon, dass von der gesamten „Geschichte“ (V.11), also der unternommenen Reise, „nur Schatten als Beleg“ (V.12) zurückbleiben. Es geht also eher um größere, vielleicht auch geheimnisvolle Zusammenhänge. Das lyrische Ich spricht eigene Veränderungen an, die seiner Meinung nach unumgänglich sind, wenn man sich an einem unbekannten Ort befindet. Abiturkonzentrat: Epochenumbruch 18./19. Im zweiten Gedicht wird das ernüchternde Fazit gezogen, dass Reisen in Wirklichkeit keinen Nutzen mit sich bringen. Ebenso kennzeichnend ist die häufige Verwendung von sprachlichen Bildern, wie man sie in Brentanos Gedicht zahlreich wiederfindet. Die Romantik mit ihrer Idealisierung der Natur und mystischer Erscheinungen stellt den Gegenpol zur Aufklärung dar, in der Vernunft und Wissenschaftsgläubigkeit den höchsten Stellenwert haben. Auch die deutschen Romantiker um Brentano fanden im Sinnbild der Nachtigall die Selbstapotheose des Dichters bestätigt, der einerseits sehnsuchtsvoll und leidenschaftlich, andererseits jedoch einsam und melancholisch die Natur und das Herz als letzte Chiffren des Wunderbaren besingt. In diesem Sinne ist der Aufenthalt „[i]n der Fremde“ auch als Selbstverständigung des Sprechers über die eigene poetische Kraft zu entziffern, welche das lyrische Ich anhand der Personifikationen, etwa anhand der Klagen der Nachtigall oder anhand des Spiel des Flusses, in seinem eigenen Lied rehabilitieren will. Das vorliegende Gedicht transportiert somit eindeutig das universalpoetische Ansinnen der Romantik, die fragmentarische Erfahrungswelt zu einem höheren Ganzen zu erheben. Selbst in der vermeintlichen Trauer der Nachtigall findet es einen Seelenverwandten. der Reisestationen erscheinen lässt. Zentrales Motiv ist hier folglich die Heimatlosigkeit. spiegelt in der Verbindung mit der Akkumulation das friedvolle und entspannte Einschlafen im Einklang mit der Natur wider. *. Das gefühlvolle, leidenschaftliche und intensive Erleben der wunderbaren Natur ist charakteristisch für diese Epoche. ", Emilia Galotti als bürgerliches Trauerspiel, Herwegh, Vom armen Jakob und von der kranken Lise, Historischer Kontext leicht verständlich erklärt, Wilhelm Tell, Innerer Monolog vor dem Apfelschuss in 3,3. Eine nahezu hilfsbedürftige Zuwendung wie sie Brentano auch in einem fliegenden Blatt Des Knaben Wunderhorn gestaltet hat: „Nachtigall ich hör dich singen, / Das Herz möcht mir im Leib zerspringen, / Komme doch und sag mir bald, / Wie ich mich verhalten soll.“ (Arnim/Brentano: Des Knaben Wunderhorn) Neben dem Topos der umsorgenden Mutterfigur wird in Brentanos Gedicht die Nachtigall auch als Symbol sehnsuchtsvoller Liebesbeziehung aufgerufen: Indem die dritte Strophe den friedebringenden Gesang als „brünst’ges Abendlied[]“ (V.9) bezeichnet, eröffnet sich eine quasierotisch aufgeladene Stimmung, welche von der später apostrophierten „Lust“ (V.14) ergänzt wird, die das lyrische Ich in sich herbeisehnt und in der Natur verspürt. Folglich kann er kein Heimatgefühl entwickeln und wird sich nicht zuhause fühlen (vgl. Wenn uns als Leser aus unserer Kenntnis anderer Texte etwas einfällt, so fügen wir das ein. Die Kadenzen sind überwiegend weiblich, was für ein nicht monotones und geschmeidiges Lesen sorgt. Facharbeit-Planung: Lessings Nathan und Kaiser Friedrich II. Doch nicht nur die horizontale Ausdehnung wird hervorgekehrt, sondern auch „[ü]ber Berg und über Tal“ (V.2) ist das lyrische Ich gezogen. Kommunistisches Manifest - Klassenkämpfe (mp3), Gryphius-Hoffmannswaldau-Vergleich (mp3), Deutsche Literaturgeschichte ab dem Expressionismus, Analyse der Kommunikation in einer Kurzgeschichte, Methodik - u.a. Zwischen innerweltlichem und technomanischem Reisen Ausblick auf das Reisen heute Schluss: Die Alpen werden geschlossen. Es ist in seiner Gefühlsintensität und der letztlich doch positiven Gewissheit des eigenen Könnens und der eigenen Bedeutung ein typisches Gedicht des Sturm und Drang. Vergleichend dazu möchte ich das von Günter Kunert im Jahre 1987 verfasste Gedicht „Reiseresümee“ heranziehen, welches die Erkenntnisse nach einer absolvierten Reise thematisiert. Homer: Odyssee: Der von Poseidon an der Heimkehr nach Ithaka gehinderte Odysseus wird zum Symbol des Irrfahrers.An sie (und die Ilias) lehnt sich Vergils Aeneis an. "Glückliche Fahrt" - Vergleich, Vergleich Morgenstern "Wohin? Inwiefern dieser Prozess gelingen kann, wird in den beiden folgenden Gedichten auf ambivalente Weise gestaltet. Lehrer Fairview High School, Kalifornien. Von alldem bleiben nur Schatten, also Reste von Erinnerungen, übrig. Genauso erscheint dem Sprecher der unbekannte Ort. Abhängig? Die Überschrift macht deutlich, dass hier Erfahrungen einer oder auch aller Reisen zusammengefasst werden. Diese Veränderungen werden durch ein Enjambement (V.1/2) betont. Im Gegensatz zu dem von Brentano verfassten Gedicht, welches aus fünf Strophen mit jeweils vier Versen besteht, ist Kunerts lyrischer Text nur in vier Strophen mit jeweils vier Versen unterteilt. Der Parallelismus „unter Eichen, unter Buchen“ bettet das lyrische Ich gleichsam inmitten einer beschirmten Gegend, die nur vom akustisch hervorgehobenen „wilden Wasserfall“ (V.5/6) durchkreuzt wird. Ein erster ist, dass das von Clemens Brentano verfasste Gedicht eine Reise in die Natur thematisiert, während Günter Kunerts Text eine unternommene Reise in städtische Gebiete behandelt. Wo es sich auch in der Natur befindet, überall fühlt das lyrische Ich „das Herz […] schlagen hier wie dort in [s]einer Brust“ (V.15f.).